Geschichte & Wappen: Verwaltungsgemeinschaft Kötz

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Gemeinde Bubesheim
Geschichte & Wappen

Hauptbereich

Das Wappen der Gemeinde Bubesheim

Wappenbeschreibung
Unter silbernem Schildhaupt, darin ein schreitender roter Löwe, in Blau zwei silberne Spitzen, die mit je einer silbernen Rose mit goldenem Butzen besteckt sind.

Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begründen:
Bubesheim gehörte früher zum Besitzbereich des Markgrafen von Burgau. Durch Verpfändungen kam es in die Hände verschiedener schwäbischer Adelsfamilien, die die eigentliche Ortsherrschaft ausübten. Besonders enge Verbindungen mit der heutigen Gemeinde hatten Familien der Freiherren von Hohenberg und der Freiherren von Rehlingen im 17. und 18. Jahrhundert.

Aus den Wappen dieser Familien wurden die Bestandteile des Bubesheimer Gemeindewappens übernommen: der Löwe im silbernen Schildhaupt erinnert an die Hohenberg; die mit Rosen besteckten silbernen Spitzen sind dem Rehlingschen Wappen entnommen.

Fahne der Gemeinde Bubesheim
Die Fahne der Gemeinde Bubesheim zeigt drei Streifen in der Farbenreihenfolge Rot-Weiß-Blau.
Sie wird nur mit dem Gemeindewappen geführt.

Geschichte der Gemeinde Bubesheim

8000 - 4.000 v. Chr. Steinzeit-Menschen hinterließen Spuren im ‘Rußbaum’.

1.800 - 1.200 v. Chr. Menschen aus der Bronzezeit im Waldgebiet Justing.

1.200 - 450 v. Chr. Die Kelten kamen. Eisenzeitliche Funde.

ab 77 / 78 n. Chr. Die Römer bauten einen Gutshof, eine Römerstraße am Nordrand Bubesheims und - vermutlich - das Fundament unseres Kirchturms als Festungsanlage.

ca. 450 n. Chr. Alemannische Landnahme: Durch die Ansiedlung der Sippe des Bubo entstand wahrscheinlich der Ortsname. Vom damaligen „Oberbubesheim“ ist nichts mehr übrig. „Niederbubesheim“ ist das heutige Bubesheim.

1301 Bubesheim wurde als Teil der Markgrafschaft Burgau vorder-österreichisch.

1314 Erste gesicherte urkundliche Erwähnung 1415 Kirche oder Kapelle „Mariä Geburt“ urkundlich erwähnt.

1525 Bauernkrieg: 35 Bubesheimer standen in den Reihen des Leipheimer Haufens: Vier Anführer wurden zwischen Leipheim und Bubesheim enthauptet.

1581 Erzherzog Ferdinand erwarb das Dorf Bubesheim.

1650 Der Pfarrhof wurde gebaut.

1639 bis 1648 Der Dreißigjährige Krieg wütete auch in Bubesheim.

1654 Bubesheim kam an die Familie von Rehlingen, die das Schloss zur heutigen Kirche umbaute.

um 1750 Beschreibung und Kartierung des Ortes durch Kolleffel.

1766 Der von Rehling’sche Besitz wurde vom Hause Österreich ausgelöst. Das Kapitel „von Rehlingen“ ging zu Ende.

1806 Der Ort fiel im 2. Koalitionskrieg“ durch Napoleon an Bayern.

1866 Bubesheimer zogen in den Krieg gegen Preußen.

1870 Bubesheimer im „70er Krieg“ - Schlacht bei Sedan.

1900 Elektrischer Strom kam ins Dorf.

1914 - 1918 Im Ersten Weltkrieg fielen 23 Bubesheimer.

1936 - 1938 Der Bau von Autobahn und Flugplatz verschlang ca. 1/6 der Bubesheimer Flur.

1939 - 1945 Im Zweiten Weltkrieg verloren 60 Bubesheimer ihr Leben, verstreut in aller Welt. Bubesheimer mussten in Gefangenschaft schuften und sterben. Viele Häuser brannten nieder. Bubesheim war umringt von Militärobjekten und damit Ziel von Bomben. Der Volkssturm mobilisierte auch Alte und Schüler für den Krieg. Fremdarbeiter mussten den Landwirten helfen.

nach 1945 Zahlreiche Vertriebene aus dem Osten steigerten die Bevölkerungszahl um 1/3 und stellten die Bubesheimer vor fast unlösbare Aufgaben. Wiederaufbau aus den Trümmern. Ausgangssperren und Besatzungszonen erschwerten das ohnehin mühsame Leben. Kriegsgefangene kamen zum Teil erst nach vielen Jahren zurück.

1948 Die D-Mark kam auch nach Bubesheim und brachte das´Wirtschaftswunder: Wohlstand wurde langsam aufgebaut.

ab den 60er Jahren Die Gemeinde konnte wichtige Einrichtungen bauen (Schule, Kläranlage, Tiefbrunnen, ...) und Neubaugebiete aus­weisen. Zusätzliche Arbeitskräfte kamen z. B. aus Italien und Spanien, später auch aus der Türkei nach Bubesheim.

1970 Bubesheim erhielt ein eigenes Wappen.

1976 Bubesheim und St. Fulgent (Frankreich) begannen eine (formlose) Gemeindepartnerschaft, die bis heute dauert.

1978 Die neu gegründete Verwaltungsgemeinschaft Kötzübernahm im Zuge der Gebietsreform die Geschäfte der Verwaltung; Bubesheim blieb aber selbstständig.

2002 Moderne Gemeinde mit guter Infrastruktur und guter Verwaltung, geplagt von Verkehrsproblemen. 6-spuriger Ausbau der Autobahn wird durchgeführt.

Sept. 2007 Bubesheim weiht sein neues Bürgerhaus ein.

Ortschronik der Gemeinde Bubesheim

"Ein Dorf im Spiegel der Geschichte - Bubesheim"

Unter dem Titel "Ein Dorf im Spiegel der Geschichte - Bubesheim" erschien Ende 2002 eine im Konzept neuartige Dorfchronik des Dorfes Bubesheim. Das Buch mit 360 Seiten, über 850 Bildern und zahlreichen Zeichnungen ist zum Preis: von 14,50 Euro von der Gemeindeverwaltung Bubesheim erhältlich.

Neben einem farbenfrohen Blick auf das Bubesheim von heute (auch mit Luftaufnahmen) werden alle heutigen und früheren Vereine vorgestellt (allein dem SCB sind 11 Seiten gewidmet). Das Buch schildert die Geschichte des Ortes und unserer Fluren, unter besonderer Würdigung des früheren Alltagslebens. Zu sehen ist z. B. die Rekonstruktion einer alten Römervilla mit Zentralheizung, die auf Bubesheims Fluren stand und deren Umrisse heute noch aus der Luft zu sehen sind. Auch wird beleuchtet, wie mit dem ersten Düsenjet der Welt (auch) auf Bubesheimer Flur Luftfahrtgeschichte geschrieben wurde und was es mit der geheimen Waldfabrik im Bubesheimer Wald auf sich hat. Zahlreiche Zeitzeugen machen die geschichtlichen Ereignisse der jüngeren Zeit zum Erlebnis. Der frühere Lehrer und spätere Bundestagsabgeordnete Leo Wagner gibt z. B. einen ausführlichen Bericht über die frühere Schule. Sagen und kleine Geschichten am Rande sorgen für Erheiterung und auch Schaudern, so die Sage vom Bubesheimer Bauern am Lutherstein.

Bräuche von früher werden vorgestellt; es wird berichtet, wie man früher einkehrte (z. B. in der früheren Brauerei) und einkaufte (z. B. bei d'r "Kugler Rese"), auch, welche Katastrophen über uns kamen. Den Themen Kirche, Landwirtschaft, Flugplatz, Schule und Kindergarten sind eigene Kapitel gewidmet. Auch "Bubesheimer, über die man spricht", werden vorgestellt.

Kurzum: Das Buch sollte das richtige Geschenk sein für alle Bubesheimer, Ex-Bubesheimer und alle, die an historischen Bildern und einer allgemein verständlichen Darstellung der Geschichte Freude haben. (Text Peter Kaufmann)

Kleine Leseprobe

Mittagessen gab es stets um 12 Uhr, um 9 und 15 Uhr eine Vesper mit Braunbier. Hauptnahrung waren Mehlspeisen (Nudeln, "Platzes", Bauzen und Brot). Im Winter gab es viel Schweinefleisch und Kraut. Sonntag Mittag kamens stets Leabrknöpfla und "Rinderns" auf den Tische. Brot wurde nicht vom Bäcker geholt, sondern zu Hause gebacken.